28. Februar 2018 | Hanau

Big Data Summit 2018

3 Fragen an Dr. Matthias Postina von der EWE AG

10. Februar 2017

Dr. Matthias Postina von der EWE AG hält gemeinsam mit Dr. Rolf Appelt von Siemens einen Vortrag über die Konzeption eines digitalen Eco-Systems für den Energiebereich mittels Use Case Methodik. Wir haben Dr. Postina drei Fragen gestellt:

 

Auch im deutschen Energiesystem stehen die Zeichen auf digitaler Vernetzung. Welche wesentlichen Entwicklungsrichtungen zeichnen sich hierbei ab?
Matthias Postina
: Auch im Energiebereich ist die Zeit vorbei, in der die klassische Wertschöpfungskette von wenigen großen Energieversorgungsunternehmen dominiert wird. Im digitalen Wandel zählen Geschwindigkeit und Kundennähe, es können dabei nicht mehr alle Servicebestandteile in aller Tiefe von einer Partei erbracht werden, dies ist nur im Rahmen von vernetzten Partnerschaften möglich. Natürlich müssen die einzelnen Bestandteile sich vor dem Kunden nahtlos zusammenfügen und wie aus einem Guss erscheinen - dazu braucht es Plattformbetreiber als Dirigenten für das digitale Energie-Ecosystem.  


Für das Energiesystem der Zukunft gilt Smart Data als Schlüsselfaktor. An welchen Vorhaben wird zurzeit gearbeitet?
Postina
: Im Rahmen des Förderprogramms SINTEG (Schaufenster intelligente Energie) des BMWi ist EWE beispielsweise als Koordinator des Projektes enera gemeinsam mit Siemens und vielen anderen Partnern dabei, das eben angesprochene digitale Energie-Ecosystem auszuprägen (www.energie-vernetzen.de). Dabei ist Smart Data neben Smart Market und Smart Grid die dritte tragende Säule im Projekt. Wir verstehen darunter das Schaffen einer Datenplattform für alle Partner im neuen Energiesystem als Grundlage für neue digitale Geschäftsmodelle.


Welche Möglichkeiten zur Vermarktung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen wird das von Ihnen geschilderte digitale Eco-System für den Energiesektor bieten, und welchen Nutzen hat der private Energieverbraucher davon?
Postina
: Durch die Verfügbarmachung der Daten von unterschiedlichen Akteuren im Energiesystem ergeben sich neue Vermarktungsmöglichkeiten in vielen Bereichen. Die wirtschaftlich und technisch effizientere Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur durch mehr Transparenz bzgl. des Netzzustands ist ein Beispiel für neue Potentiale; dadurch lassen sich beispielsweise mehr erneuerbare Anlagen mit der bestehenden Infrastruktur einbinden, volkswirtschaftlich entlastet das indirekt die Stromkunden. Aber auch im Endkundenbereich kann durch zusätzliche Transparenz für den Kunden mehr geschaffen werden als das klassische Anbieten von Strom, Gas und Wasser. Wir öffnen uns als Energie-Ecosystem für andere Ecosysteme um hier Mehrwerte zu schaffen -  beispielsweise in den Bereichen Gebäudeautomation, Prosumerdienstleistungen und Gebäudesicherheit. Im industriellen Kontext und im gewerblichen Bereich erhoffen wir uns darüber hinaus neue Flexibilitätsmärkte, da es im neuen Energiesystem in erster Linie nicht mehr darauf ankommt, wie viel Strom verbraucht wird, sondern eher wann er benötigt wird. 

 

Das komplette Programm für 16. Februar finden Sie hier.
 

Tags
News

News

24. Februar 2017

Die Bitkom Akademie bietet in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule die berufsbegleitende Ausbildung zum Data Scientist an

20. Februar 2017

Künstliche Intelligenz ist der Aufsteiger des Jahres

17. Februar 2017

Spannende Vorträge und 700 Teilnehmer in Hanau

13. Februar 2017

Jetzt herunterladen und nichts verpassen!

10. Februar 2017

"Wir öffnen uns als Energie-Ecosystem für andere Ecosysteme um hier Mehrwerte zu schaffen"

09. Februar 2017

Der Direktor Business & Management Consulting bei Teradata im Interview

Location

Congress Park Hanau

Schlossplatz 1

63450 Hanau

Kontakt

Bitkom Servicegesellschaft mbH

Albrechtstraße 10

10117 Berlin

T +49 30 275 760